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Mit Erasmus+ in die Karibik

26.05.2019

Das Erasmus+ Projekt 21st Century Skills ermöglichte uns drei 8 Klässlern die sensationelle Projektfahrt nach Martinique. Begleitet von Frau Piotraschke und Frau Hollatz machten wir uns schon in der Nacht von Donnerstag zu Freitag auf die lange Reise. Im Auto versuchten wir auf der Fahrt zum Flughafen nach Berlin zu schlafen, doch wir waren viel zu aufgeregt. Kurz nach 6 Uhr morgens ging unser Flieger nach Paris. Dort brachte uns ein Bus von einem zum anderen Flugplatz und schließlich stiegen wir zusammen mit den Schülern und Lehrern der Partnerschule aus Griechenland in das große Air France Flugzeug, das uns in 8,5 Stunden nach Fort De France brachte. Sechs Stunden Zeitverschiebung, Palmen, strahlender Sonnenschein und unsere Gastfamilien empfingen uns. Wir waren ko, aber sehr glücklich und erwartungsvoll.

Am Samstag (3.Mai) reisten die Teams aus Teneriffa, Finnland und Portugal an. So verbrachten wir die Zeit mit den Gastfamilien, lernten sie und ihre Wohnumgebung genauer kennen. Wir sprachen gleich ganz viel Englisch und konnten auch unsere Französischkenntnisse ausprobieren. Bei 30 Grad ging es an den tollen Strand mit türkisfarbenem sauberem Wasser.

 

Am Sonntag (4.Mai) begann das offizielle Erasmus+ Programm und wir trafen uns alle zum ersten Mal an der Schule. Von dort aus ging es gleich mit dem Bus zu einem wunderschönen Palmenstrand. In der Näher besuchten wir ein Museum, in dem es um Sklaven ging. Da alles auf Französisch war, mussten uns die Schüler aus Martinique vieles erklären, was letztendlich auch ganz gut klappte.

Nach unserem Museumsbesuch ging es dann endlich zum Strand nach Anse-Figuier. Es folgten verschiedene Kennenlernspiele. Das war lustig und wir knüpften erste Kontakte zu den anderen angereisten Schülern. Eine gute Gelegenheit, mehr voneinander zu erfahren. Besonders schön war, dass wir dann alle zusammen etwas Typisches aus Martinique aßen, unter anderem auch Thunfisch. Die Gasteltern und Lehrer hatten ein großartiges Buffet vorbereitet. Bei 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit war es einfach nur herrlich, zusammen schwimmen zu gehen und im Wasser umherzutollen. Letztendlich kamen wir dann komplett erschöpft an der Schule an und wurden von unseren Gasteltern nach Hause gefahren.

Lale Rüting

 

 

 

Am Montag (5.Mai) haben wir uns den ganzen Tag in der Schule Collège Edouard Glissant aufgehalten.

Dort haben uns die Schüler auf eine Erkundungstour mitgenommen und uns die verschiedenen Fachräume gezeigt. Diese Tour wurde in kleineren Gruppen durchgeführt.

Bevor es aber überhaupt losging mussten wir lernen, dass die Schulordnung unserer Gastschule es vorsieht, dass lange Hosen oder knielange Röcke getragen werden müssen.  Aber es war dann trotz unseren Befürchtungen und den Temperaturen doch nicht so schlimm.

Anschließend haben wir uns alle mit den anderen in einem Raum getroffen.  In diesem haben dann die Schulleiterin und ein paar wichtige Organisatoren eine Begrüßungsrede gehalten. Nach der Pause ging es mit einem traditionellem Frühstück, das aus heißem Kakao und einem Stück Brioche (das ist französisches Brot) bestanden hat, weiter.

Es folgten zwei super Workshops. In beiden ging es um traditionelle Musik. Wir spielten gemeinsam auf sehr vielen unterschiedlichen Instrumenten und lernten ein creolisches Lied. Das sangen wir mehrstimmig. Ganz stark.

Mittag gab es in der Kantine. Das Schulessen war schon sehr besonders.

Dann waren wir Schüler an der Reihe. Jedes Team hatte zwei Präsentationen vorbereitet. Die erste handelte von der Dauer, Strecke und den Kosten der Anreise.  In der zweiten Präsentation ging es um einen typischen Beruf aus der Heimatregion.

Zwischen den Präsentationen gab es eine Pause, in der wir auf den Hof gehen und die Freunde unserer Korrespondenten kennenlernen konnten. Dabei muss gesagt werden, dass die Pause 1½  Stunden ging. Ziemlich lange, fanden wir.

Und so ging der Tag zu Ende und wir alle sind mit unseren Gastschülern nach Hause gefahren.

Jessica Cordes

 

Am Dienstagmorgen (7.Mai) trafen wir uns alle vor der Schule und waren sehr aufgeregt, denn es stand Gommier fahren auf dem Plan. Ein Gommier ist ein Segelboot, das nach dem Baum aus dem es gefertigt wurde benannt ist. Als wir mit dem Bus in Le Carbetankamen und die dünnen Boote sahen, ermutigte uns das nicht sehr doll. Nach einer kurzen aber interessanten Einweisung wurden wir in gemischte Teams eingeteilt, die Boote ins Wasser gelassen und es ging los. Es war beängstigend weit außerhalb des Bootes auf schmalen Holzplanken zu sitzen, um das Boot im Gleichgewicht zu halten. Dazu mussten wir sehr gut im Team zusammenarbeiten. Schon nach ein paar Metern war bei uns allen die Angst verflogen und wir hatten echt viel Spaß. Danach fuhr uns der Bus zu einem kleinen idyllischen Open-Air-Restaurant direkt am Strand. Bei gutem einheimischen Essen haben wir alle ganz aufgeregt über den tollen Vormittag geredet. Dann fuhren wir weiter nach Saint Pierre, der ehemaligen Hauptstadt Martiniques bis zum Vulkanausbruch 1902, als die Stadt innerhalb von 3 Minuten komplett ausgelöscht wurde. Wir gingen in ein Museum über Vulkane, Tsunamis und Stürme. Das war neu, modern und interessant. Wir schauten uns unter anderem einen Film über den schlimmen Vulkanausbruch an, der alles auf Martinique veränderte. Als wir wieder an der Schule ankamen, waren wir irgendwie schon sehr müde. Unsere Gastfamilien holten uns ab und jeder gestaltete die letzten Stunden am Abend ganz individuell.

Til Schumann

 

Am Mittwoch (8.Mai) konnten wir alle mal ausschlafen. Auf Martinique war nämlich an diesem Tag Feiertag und deshalb hatten alle frei. Also verbrachte jeder die Zeit mit seiner Gastfamilie, die unterschiedliche Sachen mit uns unternahmen. Ich wohnte bei der Familie der stellvertretenen Schulleiterin direkt auf dem Schulgelände. Das war schon ganz spannend. Wir fuhren nach dem Frühstück ca. 1 Stunde zu einem Restaurant. Hier bekam ich die Möglichkeit, viele traditionelle Mittagsgerichte zu probieren. Dabei habe ich auch einige gute neue Sachen entdeckt. Danach ging es an den Strand. Dort trafen wir weitere Gastschüler und ihre Gastfamilien. Wir spielten zusammen und gingen bis zum frühen Abend immer wieder ins Wasser. Nach dem Abendbrot ging es nach Hause und auch gleich ins Bett, da am nächsten Tag ja wieder Schule war.

Til Schumann

 

 

Donnerstag (9.Mai) war einer der besten Tage der Woche. Mit dem Bus ging es zu einem kleinen Hafen, in dem schon drei Speedboote auf uns warteten. Mit den schnellen Booten fuhren wir zu der einer kleinen Insel Ilet Thierry. Dort wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe spielte ein Spiel, bei dem es um die verschiedenen Tiere und Pflanzen im Atlantischen Ozean ging. Eine weitere Gruppe lernte einiges über den Atlantik, zum Beispiel, dass der Salzgehalt deutlich höher als in der Ostsee ist. Mit der dritten Gruppe wurde ein Schnorchelkurs durchgeführt. Beim Schnorcheln haben wir viele verschiedene Korallen und Fische entdeckt. Wir durften sogar eine Seegurke anfassen. Durch die Taucherbrille konnten wir aber auch Seeigel sehen, die mit ihren Stacheln sehr beeindruckend wirken. Die Leiterin des Schnorchelkurses zeigte uns noch viele interessante Dinge. Jeder der insgesamt etwa 25 Schüler verbrachte mindestens eine Stunde an der jeweiligen Station. Danach ging es mit dem Bus weiter zur Destillerie Clement und einer Kunstausstellung.

Am Abend fand dann noch eine Abschiedsparty statt, da es unser letzter gemeinsamer Abend war. Bei der Party war zu merken, dass wir uns inzwischen besser kennengelernt hatten. Es war ein schöner Abend, mit tollen Gesprächen und viel Spaß.

Lale Rüting

 

Freitag (10.Mai) Vormittags besuchten wir ein sehr interessantes archäologisches Museum. Dort erfuhren wir etwas zur Geschichte der Indianer und Sklaven auf Martinique. Dann wurden wir in Gruppen geteilt. Die einheimischen Schüler zeigten uns die Hauptstadt Fort De France. Der Bus brachte uns anschließend zur Schule. Nach dem Mittag folgte die Abschlussveranstaltung. Jeder hat sein Zertifikat zur Teilnahme erhalten. Außerdem gab es eine Tanzgruppe die uns den traditionellen Bélé vorführte. Das war sehr interessant. Am Ende tanzten alle mit.

Nach der Vorstellung mussten wir uns leider alle voneinander verabschieden. Es flossen viele Tränen, doch wir versprachen, miteinander in Kontakt zu bleiben.

Jessica Cordes

 

Wir hatten eine fantastische Woche, die uns so viel gebracht hat. Ein großes Dankeschön an Frau Piotraschke und Frau Hollatz, die uns das ermöglicht haben. Wir sind Erasmus+ infiziert und können jedem nur empfehlen, an einem solchen Projekt teilzunehmen. Wir würden es immer wieder tun und werden noch ganz lange an unsere unglaubliche Zeit in der Karibik zurückdenken.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Mit Erasmus+ in die Karibik

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Mit Erasmus+ in die Karibik (26.05.2019)