Stolperstein-Verlegung 2026
Am 24.06.2026 war es endlich soweit, die diesjährige Stolpersteinverlegung fand statt. Ein Jahr lang haben sich die Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 10 und 11 der gymnasialen Oberstufe mit der Thematik des Holocaust auseinandergesetzt.
In den zurückliegenden Monaten fanden mehrere Projekttage zu dieser Thematik statt. Gemeinsam bewegten wir uns auf den Spuren der jüdischen Gemeinde Stralsunds, die in der Zeit des Nationalsozialismus vollständig ausgelöscht wurde. Wir recherchierten die Biographien Stralsunder Juden, standen vor ehemaligen Wohnhäusern und natürlich auch auf dem jüdischen Friedhof. Um auch der meist letzten Etappe ihres Lebens nahe zu kommen, reisten unsere 11. Klassen im März nach Auschwitz. Die beiden 10. Klassen gehen in den nächsten Tagen auf diese Zeitreise.
Schon früh entstand die Idee, gemeinsam ein Zeichen der Erinnerung an die jüdische Bevölkerung in unserer Stadt zu hinterlassen und die Stolpersteinverlegung in diesem Jahr mitzugestalten. Mit Unterstützung der Eltern und Lehrer gelang es den Klassen, eine Summe von 811,-€ aufzubringen, um alle fünf Stolpersteine dieses Jahres zu finanzieren.
Nach der würdevollen Verlegung der Steine für Sarah Kempler, geb. Pufeles, in der Badenstraße 43, für Franziska Kutnewski in der Wasserstraße 79 und für die Familie Liwschütz (Abraham, Beile und Manfred) in der Frankenstraße 58 erinnern die Mahnmale nun an das Unrecht, das ihnen geschah.
Wir möchten mit diesem Projekt aufrütteln und daran erinnern, was durch Ignoranz, Intoleranz und Gleichgültigkeit gegenüber Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und auch einfach nur einer anderen Lebensweise entstehen kann. Der Massenmord an 6.000000 Juden in der Zeit des Nationalsozialismus soll uns ein mahnendes Beispiel auch in unserer Gegenwart sein.
Im Namen der Klassen 10a, 10b, 11a und 11b
C. Staar, B. Böhnstedt und K. Prochnio
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