Erasmus+ Fahrt nach Norwegen -Vielleicht das harmonischste Projekt jemals?-
Sehr geehrte Leser und Leserinnen,
vom 26. Oktober bis zum 02. November 2025 verbrachten 10 SuS der 11. Klassen in Begleitung von Frau Piotraschke und Herrn Bühler eine von Erasmus+ geförderte Projektwoche an unserer Partnerschule Ulstein vidaregåande skule in Ulsteinvik/Norwegen.
Wenn ich davon spreche, gerade wohl eine der schönsten Wochen meines Lebens genossen zu haben, spreche ich mit großer Sicherheit nicht für mich allein und untertreibe keineswegs. Die eigene Komfortzone auf eine derart spaßige, bildende und unvergessliche Art und Weise zu verlassen, ist eine einzigartige Möglichkeit, für die jeder an diesem Projekt teilgenommene Schüler überaus dankbar ist. Anfängliche Bedenken über das Leben in den Gastfamilien verschwanden schnell. Die norwegischen Gasteltern kümmerten sich liebenswert und viele "host-students" stellten ihre Zimmer bereit. Wir haben so viel Englisch wie sonst nie gesprochen. Es wurde zusammen erzählt, gelacht, bei einigen sogar Geburtstag gefeiert und beim Abschied schließlich geweint. Solch ein Wohlfühlen war nach der Zeit von nicht einmal einer Woche keineswegs selbstverständlich.
Gleiches galt für die Gruppendynamik. Jeder war auf seine eigene individuelle Art und Weise ein Bestandteil der Gruppe. Niemand blieb außen vor oder musste sich vernachlässigt fühlen. Auf Grund dieses Zusammenhalts in der Gruppe konnte jeder Tag umso besser ausgenutzt werden. Es verging kein Abend, an dem man nicht in großer Runde Gesellschaftsspiele spielte, gemeinsam kochte und backte bzw. es zumindest versuchte oder mit Begleitung der Gitarre und des Pianos Lieder aus alten wie neuen Zeiten sang.
Doch nicht nur an den gemeinsamen Abenden lernten wir das jeweils andere Land durch Lieder oder Gebäcke besser kennen. Nicht zu vergessen sind hier die vielen Workshops in der Schule. Ob es nun der Tanzkurs mit traditionellen norwegischen Tänzen, bei welchem der eine mehr und der andere weniger Rhythmusgefühl unter Beweis stellte, oder das Vorstellen des typischen "Outdoor-Live" in Kombination mit dem Jedermannsrecht war, es wurde umfangreich dafür gesorgt, dass wir das norwegische Leben kennenlernen. Nicht zu vergessen ist hierbei z.B. die Präsentationen über nachhaltiges Leben in Verbindung mit unserem ökologischen Fußabdruck, bei dem man manchen Schüler so still zuhören sah wie in seinem Leben vermutlich noch nie zuvor, da der Lehrer einen selbst mit seinen Erfahrungswerten, Kenntnissen aber vor allem
seiner eigenen Überzeugung zur Nachhaltigkeit fesselte. Weiter anführen könnte man die Vergleiche der Schulsysteme und Stereotypen des jeweiligen Landes.
Wir hatten das unglaubliche Glück, die Polarlichter in ihrer Vielfalt bewundern zu können. Ein weiteres besonderes Highlight war der abendliche outdoor Workshop. Unter der Aufsicht der lokalen Polizei und der Leitung des Roten Kreuzes nahmen neben den deutschen und norwegischen Projektteilnehmern etwa 20 Freiwillige des Norges Røde Kors sowie insgesamt acht ausgebildete Rettungshunde teil. Alle Projektteilnehmer wurden in unterschiedliche verlassene Gebiete gebracht und mussten sich dort verstecken. Diese reichten in teilweise totaler Dunkelheit von Strand, Stadtzentrum, Schule, Berghütte, Gebirge bis hin zum höchsten Berggipfel. Nach etwa 2,5 Stunden wurden alle Teilnehmer zurück zum Sammelpunkt gebracht, wo wir den Abend in gemütlicher Runde mit Hotdogs ausklingen ließen.
Zum Abschluss der Projektwoche verbrachten wir eine Nacht in einem wunderschönen und sehr zentral gelegenen Hotel in der Hauptstadt Oslo und konnten so auch noch eine andere beeindruckende Seite Norwegens, das Großstadtleben mit seinen Unmengen an kulturellen Schätzen, kennenlernen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Woche einfach nur "der Hammer" war. Wetter, Team, Programm, Gastgeber – es hat einfach alles gepasst. Sei es die durch ihre Schönheit beeindruckende Fjordlandschaft, die etlichen gastfreundlichen Norweger oder eine traumhafte Harmonie in einem super geilen Erasmus+ Team, alles hinterlässt einen unmöglich zu vergessenden Eindruck. In diesem Projekt wurde jede Minute mehr als nur vollends ausgenutzt. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass am Ende der Woche nicht doch die ein oder andere Träne geflossen ist.
Hiermit bedanke ich mich im Namen aller Schüler, die an diesem Austausch teilnehmen durften, bei den beiden Organisatorinnen Frau Reidun Juliussen (Norwegen) sowie Frau Jana Piotraschke, bei den am Programm beteiligten norwegischen Kollegen und Herrn Bühler, allen Gasteltern sowie den Gastschülern für eine einzigartige Reise, von welchen wir noch unseren Enkeln im Schaukelstuhl sitzend und vom Kamin gewärmt erzählen werden!
Moritz Dohse (11b)
P.S. Wer einen visuellen Einblick in unsere fantastische Projektwoche bekommen möchte, sollte sich unbedingt unseren Film auf YouTube ansehen: https://youtu.be/ok5M82E7rqw
Bild zur Meldung: Aurora Borealis3
Fotoserien
Erasmus+ Fahrt nach Norwegen -Vielleicht das harmonischste Projekt jemals?- (21.11.2025)
Vom 26. Oktober bis zum 02. November 2025 verbrachten 10 SuS der 11. Klassen in Begleitung von Frau Piotraschke und Herrn Bühler eine von Erasmus+ geförderte Projektwoche an unserer Partnerschule Ulstein vidaregåande skule in Ulsteinvik/Norwegen.



