Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

13.07.2026 bis 21.08.2026

 

10.08.2026 - Uhr

 

24.08.2026 bis 28.08.2026

 
Fotos
 
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz 2026

05.06.2026

Vom 04.05. bis zum 08.05. 2026 ist der Jahrgang 11 nach Oswiecim gefahren, welches wir im Deutschen unter Auschwitz kennen. Im Nachhinein waren sich alle einig, dass man zur Aufarbeitung der eigenen Geschichte wohl keine prägendere Fahrt hätte machen können, da die Geschehnisse von damals auf ganz unterschiedliche Art und Weise vermittelt wurden.    

       

Angefangen mit einem Besuch im Gedenkmuseum für die Einwohner der Region Oswiecim wurde uns in einer modernen Ausstellung nahegebracht, wie mutig Menschen sein können, wenn es darum geht, anderen in großer Not zu helfen. Den eigentlichen Höhepunkt stellte für uns der Besuch der Lager Auschwitz und Birkenau dar. Hier kamen wir dem Leid der Opfer noch viel näher und hatten die Möglichkeit, uns in die grausame Realität vieler gefangener Männer, Frauen und Kinder hineinzuversetzen. Um unser Mitgefühl auszudrücken, legte jeder Schüler eine weiße Rose nieder.

 

Am nächsten Tag folgte ein Rundgang durch den Keller des fünf Kilometer entfernten Franziskanerklosters, welcher das Lebenswerk des von Anfang an in Auschwitz inhaftierten Gefangenen Marian Kolodziej beherbergt. Während man sich über 260 Zeichnungen anschaut, wird einem immer mehr klar, welche Grausamkeiten den Menschen damals angetan wurden. Dieser Besuch ging allen Schülern sehr unter die Haut, da man das Gefühl hatte, die Leiden Kolodziejs noch einmal mitzuerleben. 

 

Weiterhin gab es eine Rundführung durch den Ort Oswiecim sowie durch die dort vorhandene Synagoge. Wir waren uns einig, dass man durch diese so schwere Geschichte schnell vergisst, wie schön die Stadt doch eigentlich ist.

 

Krakau als einem ehemaligen Zentrum jüdischen Lebens statteten wir selbstverständlich auch einen Besuch ab. Dort gingen wir auf den Spuren der ehemaligen jüdischen Bewohner, welche u.a. an vielen Häusern noch gut zu erkennen sind. Auch besuchten wir eine Synagoge, den jüdischen Friedhof und die Fabrik von Oskar Schindler, einem Gerechten unter den Völkern. 

 

Auch wenn es in manchen Momenten emotional sehr schwer war, wussten alle, dass sie in diesen Tagen ungemein viel über die Verbrechen der Vergangenheiten lernten, was unabdingbar ist, um unserer Verantwortung in der Gegenwart gerecht zu werden.

 

Wir danken der Europäischen Akademie Waren und dem IB für die Organisation und die finanzielle Bezuschussung der Gedenkstättenfahrt.

 

Moritz Dohse, 11b

 

Bild zur Meldung: Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz 2026