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ERASMUSPROJEKT CECINA/ITALIEN (10.03.2024-17.03.2024)

09.04.2024

Anreise (Sonntag, 10.03.2024)
 

Wochen der Vorbereitung lagen hinter uns, Wochen mit Absprachen, Belehrungen, Erstellung von Präsentationen, Kontakt halten mit unseren Januar- Gästen aus Italien, die nun unsere Gastfamilien werden sollten. Und dann war es endlich so weit. Wir trafen uns um 9:15 Uhr am Terminal 2 des BER. Verabschiedung von unseren Eltern, Gepäckaufgabe, Sicherheitskontrolle – erste Aufregungen geschafft! Danach Freizeit für Shops und diverse Erkundungen im Flughafen. Unser Start war pünktlich um 11:50 Uhr mit Ryanair. Die Plätze haben wir untereinander so getauscht, dass jeder glücklich war 😉. Dann erwischte uns ein Unwetter in der Luft und wir kreisten fast eine Stunde für eine günstige Landegelegenheit. Ankunft verspätet, kein Aufenthalt mehr am Flughafen Pisa, stattdessen nach der Gepäckabholung fast im Laufschritt zum Pisa Mover, dem Pendelzug zum Hauptbahnhof Pisa, um dort noch rechtzeitig unseren Zug nach Cecina zu erreichen. Das war sehr knapp, aber erfolgreich. Nach ungefähr einer Stunde Fahrt Ankunft in Cecina. Alle unsere Gastfamilien waren gekommen, um uns herzlich zu empfangen und individuell ins eigene Heim mitzunehmen. Obwohl wir alle schon irgendwie sehr müde und von der Reise geschafft waren, war 17:00 Uhr natürlich noch viel zu früh zum Schlafen. Erst recht für italienische Verhältnisse. Und so verbrachte ich mit meiner Familie den Rest des Nachmittags am Strand.

Ein aufregender Auftakt für eine spannende Woche.

 

Paula Korger

 

Präsentationen der Schulen, Vorlesung über gesunde Lebensmittel und „Gymkhana“ – eine Art Stadtrallye (Montag, 11.03.2024)

 

Treff aller Schüler war an der Schule, aber von dort ging es sofort ins Stadtzentrum zum Rathaus. Im dortigen Konferenzsaal, wo sonst die Abgeordneten mit dem Bürgermeister tagen, verbrachten wir den Vormittag. Jede Schülergruppe hatte eine Präsentation über ihre Heimatstadt und Besonderheiten der eigenen Schule vorbereitet, durch die wir einiges über unsere Projektpartner gelernt haben. Nach einer kurzen Pause gab es eine Vorlesung einer Chemieprofessorin über gesunde Ernährung und die Bedeutung von Inhaltsstoffen in verschiedenen Nahrungsmitteln. Schon interessant und erstaunlich, was sich so alles in unserem Essen befindet 😉. Dies war übrigens nicht nur Bestandteil des Unterrichts für uns Projektteilnehmer, sondern auch für eine andere Schülergruppe unserer Gastschule. 

Nach einer kurzen Mittagspause gingen wir Richtung Meer, um in kleineren Gruppen „Gymkhana“, eine Art Stadtrallye, aufgebaut wie eine Schnitzeljagd, durchzuführen. Es war erst ein bisschen schwer zu durchschauen, eigentlich glich es aber der Aufgabe, die wir schon in Stralsund zu lösen hatten. Und wir konnten mit unserem Wissen, wie man ein Padlet erstellt, ein bisschen glänzen. Wenigstens damit, denn die Rätsel haben vor allem die Italiener gelöst. Aber mit Orientierungssinn und Teamgeist sind wir am Ende alle pünktlich am Zielort angekommen.

 

Besuch des Archäologischen Museums CINQUANTINA und des Naturreservats Il Cancellone (Dienstag,12.03.2024)

 

Am Dienstag haben wir uns um 9:00 Uhr am CINQUANTINA Museum getroffen. Und welche Überraschung! Wir bekamen plötzlich Zuwachs von Samu, einem finnischen Schüler, der gerade einen Erasmus- Austausch über mehrere Wochen an unserer Gastschule machte und sich uns bei fast allen Aktivitäten für den Rest der Woche anschloss. Wie auch in diesem archäologischen Museum. Es stellt Gegenstände aus früheren Jahrhunderten aus, unter anderem aus Ausgrabungen, die in der Nähe von Cecina gemacht wurden. Ein sehr sachkundiger Mitarbeiter hat uns durch das Museum geführt und viele interessante Fakten dazu erzählt.  Wir konnten uns eine Menge Artefakte angucken, wie z.B. eine Zinnurne und einen alten Sarg.

In einer Art Workshop mit Quizcharakter im Stil eines Escape- Room- Spiels haben wir weitere Fakten über Cecina gelernt. Gegen 11:30 Uhr haben wir uns auf den Weg nach Marina de Cecina gemacht, um auch die Besonderheiten dieses Ortsteiles kennenzulernen. Eine wunderschöne Promenade, an der Zeit blieb, die Sonne und das italienische Eis zu genießen.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Umgangs der Menschen mit der Natur. Das Naturreservat „Il Cancellone“ wartete auf uns mit einem Ranger, der uns die Bedeutung des Reservats erklärte und anhand vieler Beispiele an unsere Verantwortung für die Erhaltung der Natur appellierte und uns viele Regeln über den Umgang mit Pflanzen und Tieren vermittelte. Als Ergebnis haben wir in Gruppenarbeit in einer Art Workshop mit Dingen, die wir im Wald finden konnten (Stöcke, Tannenzapfen, …), kleine Kunstwerke zum Thema „Umwelt“ gebaut. Natürlich nutzten wir danach die Nähe zum Strand zum Schwimmen oder Ballspielen.

Der Abend wurde individuell mit den Gastfamilien verbracht.

 

Charleen Cordes

                                                                                                                           

Ganztagsausflug nach Florenz/ Erleben von UNESCO- Weltkulturerbe (Mittwoch, 13.03.24)

 

Es ging früh los. Schon um 07:48 Uhr vom Hauptbahnhof Cecina mit dem Zug nach Florenz. Erste Station Besichtigung einer Kathedrale mit Gemälden und Plastiken, einem Klostergarten und einer interaktiven Ausstellung über die veränderte Wahrnehmung der Erde im Laufe der Jahrhunderte. Im Anschluss hatten wir eine geführte Tour durch Florenz zum Dom und zur Piazza della Signora. Die uns begleitenden Kunstlehrer machten uns mit Fakten zu den Stätten des UNESCO Weltkulturerbes und der Geschichte Florenz‘ bekannt. Während 2 Stunden Freizeit konnten wir sogar einiges auf eigene Faust besichtigen. Gemeinsam führte uns der weitere Rundgang vorbei an den Uffizien und über die berühmte Brücke Ponte Veccio in einen bekannten Park namens Giardino di Boboli. Wir haben viel gesehen und erfahren und genossen die Erholung vom vielen Laufen auf der Heimfahrt im Zug. Den Abend verbrachten alle wieder mit ihren Gastfamilien.

 

Marleen Krohn

 

Schulbesichtigung mit Workshops und Halbtagsausflug nach Pisa (Donnerstag,14.03.2024)

 

Viel hatten wir schon davon gehört, nun sollten wir unsere Gastschule, die ISISS „Marco Polo“ in Cecina, auch endlich besichtigen und kennenlernen. Es gibt drei Ausrichtungen, die in drei ziemlich weit voneinander entfernten Gebäuden untergebracht sind, ein sprachlich orientierter Teil, die Kunstschule und der auf Agrar- und Naturwissenschaften ausgerichtete Teil. Besonders beeindruckt dabei haben mich die Kunsthalle, der Skulpturenraum und der Raum für Film und Fotografie in der Kunstschule sowie das neu eingerichtete Labor in der Agrarschule. Hier gab es einen Workshop mit Experimenten zu verschiedenen Wachstumsbedingungen von Nutzpflanzen mit Ideen und Erfindungen und vielem, was zur Erzeugung von Wein beachtet werden muss, der bei der Agrarproduktion in diesem Teil Italiens eine wichtige Rolle spielt. Am Nachmittag ging es mit dem Zug nach Pisa. Auch hier gab es eine sehr interessante Stadtführung durch die Geschichte und Kultur der Stadt, die zielgerichtet zum wohl bekanntesten Wahrzeichen, dem Schiefen Turm, führte. Dabei lernten wir die Statue des ersten italienischen Königs Viktor Emanuel II. kennen, welcher 1861 gekrönt wurde. Weiterhin sahen wir die Zeichnung des Künstlers Keith Haring an einer Hauswand - „Mural“. Dies war ein Geschenk des Künstlers an die Stadt Pisa, das viele Einwohner Pisas mitgestaltet haben. Im weiteren Verlauf des Nachmittags erfuhren wir viel über die Flagge Pisas, den Fluss Arno, der die Stadt durchquert, und wie viele Brücken er hat, über Galileo Galilei, welcher im Jahr 1664 in Pisa geboren ist. Nach ihm ist zum Beispiel der Flughafen benannt. Eine weitere Sehenswürdigkeit war die Universität Pisas, die von Cosimo de Medici gegründet und geleitet wurde. Der Schiefe Turm von Pisa und die Hauptkathedrale standen zum Schluss auf der Besichtigungsliste. Der Turm wurde damals auf einem ehemaligen Sumpfgebiet erbaut und sank langsam ein, als die dritte Etage des Turmes fertig gestellt wurde. Auch dieser Tag stand im Zentrum von erlebbarer Geschichte und Weltkulturerbe. Zurück nach Cecina ging es um 18:30 Uhr mit dem Zug. 

 

Jonas Stel

 

Workshop zur gesunden Ernährung, Projektauswertung und Regen, der die Organisation durcheinanderbrachte (Freitag,15.03.2024)

 

Der Tag begann mit einem neuerlichen Kurzbesuch in der Schule, um unsere Gedanken zu den vergangenen Tagen auszutauschen. Anschließend begaben wir uns wieder in den großen Saal des Rathauses, wo die italienischen Schüler Regeln für ausgewogenes Essen anhand verschiedener Ernährungspyramiden präsentierten. Dies diente als Grundlage für einen Workshop in 4er-Gruppen, bei dem wir einen Slogan, einen Tanz, ein Lied, ein Gedicht oder eine kleine digitale Präsentation zum Thema gesunde Ernährung erstellen sollten. Nach 30 Minuten zeigten alle Gruppen ihre Ergebnisse. Diese Aufgabe war nicht nur lehrreich, da wir viel über gesunde Ernährung lernten, sondern sie ermöglichte uns auch, die unterschiedlichen Präsentationsstile der anderen Gruppen kennenzulernen. Eine Gruppe führte sogar einen Tanz auf, zu dem auch die anderen Gruppen eingeladen wurden. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der Plan eines gemeinsamen Abschlusspicknicks mit allen Gastfamilien leider verworfen und unsere große Schülergruppe löste sich auf, sodass auch der Abschied von dem spanischen Team, das am Samstagvormittag schon wieder die Heimreise antrat, sehr kurz ausfiel. Alle verbrachten den Nachmittag und Abend mit ihren Gastfamilien.

 

Helena Lengkeit

 

Zeit mit den Gastfamilen (Samstag, 16.03.2024)

 

Am Samstag stand Zeit mit der Gastfamilie auf dem Plan, die jeder unterschiedlich genutzt hat. Manche von uns sind mit ihren Familien nach Rom gefahren, andere haben Ausflüge in die nähere Umgebung gemacht. In meiner Gastfamilie war gemeinsames Grillen geplant. Dafür wurde erst zusammen eingekauft. Ziel unseres Ausflugs war die Region Pacchione, wo schon alles für das Grillen vorbereitet war. Neben Fleisch und Baguette gab es auch verschiedene Salate. Also ein bunter Überblick über die italienische Küche.  Zum Abend sind wir zurück zum Wohnort meiner Gastfamilie, Rosignano, gefahren. Dort hieß es, Sachen packen und alles für die Abreise vorbereiten. Danach sind wir noch einmal zum Yachthafen spazieren gegangen. Vor dem Schlafengehen hat mir Wendy, meine Gastschülerin, von ihrem Wohnblock aus die Stadt von oben gezeigt, was ein schöner Abschluss des Tages war.

 

Lilli Meißner

 

Heimreise (Sonntag, 17.03.24)

 

So schnell war die Woche vorbei, schon ging es wieder nach Hause. Um 10:00 Uhr war Treff unserer Gruppe am Bahnhof von Cecina. Alle Familien waren mitgekommen. So wie am ersten Tag. Wir hatten noch Zeit für ein letztes gemeinsames Foto, dann ging es retour, so, wie wir 7 Tage vorher angekommen waren. Diesmal war alles pünktlich, sodass wir ohne Stress den Flughafen erreichten. Abflug war um 14:10 Uhr. Für mich waren es meine ersten Flugerlebnisse (und bestimmt nicht die letzten), aber auch dieser Flug war sehr entspannt und angenehm. Und sehr schnell vorbei. Besonders die Starts haben mir gefallen. Leider mussten wir in Berlin noch über eine Stunde auf unser Gepäck warten, bevor unsere Eltern, die schon ungeduldig zwischen Parkautomaten und dem Ausgang, wo wir erwartet wurden, pendelten, uns wieder in die Arme schließen konnten. 

Es war eine erlebnisreiche Reise mit vielen Eindrücken, die man als Tourist nie bekommen kann. Wir konnten den europäischen Gedanken mit konkreten Personen und Orten verknüpfen, haben viel über unseren Tellerrand geschaut. Herzlichen Dank an unsere Lehrer, Frau Hollatz und Herrn Meisel, die die Reise vorbereitet und begleitet haben.

Und ein Riesendankeschön an die EU und ihr Erasmus+ Programm, das alle diese Erlebnisse, Erkenntnisse und Erfahrungen möglich macht. Alle waren sich sicher: beim nächsten Mal wären wir gern wieder dabei.

 

Max Kiwall

 

Fotoserien


ERASMUSPROJEKT CECINA/ITALIEN (10.03.2024-17.03.2024) (09.04.2024)