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Berufsorientierungskonzept

       

Berufsorientierungskonzept
der Integrierten Gesamtschule „Grünthal“

 

Gliederung

  1. Kurzbeschreibung der Schule und ihres Schulprofils

  2. Ziele der Berufsorientierung an der IGS "Grünthal"

  3. Strukturierung der Berufsorientierung
    3.1.  Klassenstufen 5 und 6 – Sensibilisierung
    3.2.  Klassenstufe 7 – Information/ Potenzialanalyse
    3.3.  Klassenstufe 8 – Berufspläne entwickeln
    3.4.  Klassenstufe 9 – Berufswünsche festigen
    3.5.  Klassenstufe 10 – Entscheidungen treffen
    3.6.  Klassenstufen  11 und 12 - Intensive Vorbereitung auf das
                                                        Berufsleben
    3.7.  Konzeptionelle Übersicht zur Berufsorientierung
            an der IGS "Grünthal" Stralsund

  4. Individuelle Unterstützungsmöglichkeiten

  5. Zusammenarbeit mit externen Partnern

  6. Zusammenarbeit mit den Eltern

  7. Evaluation und Qualitätssicherung

  8. Ausblick

 

1.  Kurzbeschreibung der Schule und ihres Schulprofils

Die Integrierte Gesamtschule "Grünthal" Stralsund ist eine Ganztagsschule und wird zur Zeit von 670 Jungen und Mädchen aus Stralsund und Umgebung besucht, die in den Klassenstufen 5 -12 lernen. Das Leitthema unserer Schule ist: "Junge Menschen stark machen". Das bezieht sich sowohl darauf, dass alle gefördert und gefordert werden, um den Anforderungen des schulischen und außerschulischen Lebens gerecht werden zu können. Es bedeutet aber auch eine gründliche Vorbereitung auf die Zeit nach der Schule. Bei uns hat jeder die Chance, entsprechend seiner individuellen Voraussetzungen den für ihn bzw. sie optimalen aller vier Schulabschlüsse ablegen zu können: die Berufsreife, die Mittlere Reife, die Fachhochschulreife und die Hochschulreife.

Damit dann auch der Übergang ins Berufsleben möglichst reibungslos verläuft, nimmt die Berufsorientierung an unserer Schule seit Jahren einen ganz wichtigen Stellenwert in der Bildungs- und Erziehungsarbeit ein und wird als langfristiger, kontinuierlicher Prozess verstanden. Bereits seit vielen Jahren gibt es einen Kontaktlehrer für Berufsorientierung, der alle Maßnahmen zusammenführt und auf einander abstimmt.  Zu der für alle Schüler geltenden Berufsorientierung kommt ab der 10. Klasse - korrespondierend mit  unserem Schulprofil- noch die Studienorientierung für diejenigen, die das Abitur anstreben, hinzu.

 


Neben grundlegenden Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit, Eigenständigkeit, Sorgfalt, Einsatzbereitschaft und Pünktlichkeit werden in allen Fächern die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt. Ziel ist es, jeden Einzelnen so zu motivieren und zu entsprechenden Leistungssteigerungen zu führen, dass eine sinnvolle, individuell angemessene Zukunfts-perspektive  entwickelt werden kann.  Dazu arbeiten wir sowohl mit den Eltern als auch mit  den Kooperationspartnern sowie anderen verschiedenen außerschulischen Partnern eng zusammen.

Die Lehrerinnen und Lehrer der IGS Grünthal machen es sich zur Aufgabe:

  • die Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu fördern und deren Schwächen auszugleichen

  • die Jugendlichen auf ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft vorzubereiten,

  • den Blick von der Abschlussorientierung zur Anschlussorientierung, dem Leben nach der Schule zu lenken.

Die zu erwerbende allgemeine Handlungskompetenz besteht aus einer Vielzahl von Kompetenzen, die im Rahmen des Unterrichts und des Ganztags systematisch aufgebaut werden:

 

 

 

 

2.  Ziele der Berufsorientierung

Die IGS "Grünthal" betrachtet es als ihr Hauptanliegen,  jedem Schüler - in Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern - eine Übergangsmöglichkeit ins Berufsleben zu bieten. 
Um dies zu erreichen, absolviert jeder Schüler bis zum Ende seiner Schullaufbahn zwei Betriebspraktika und nimmt darüber hinaus verpflichtend am Wahlpflichtunterricht "Berufsorientierung" im 9. Schuljahr teil.  Schüler mit einer Gymnasialprognose belegen in Klasse 10 zusätzlich verpflichtend das Fach "Studienorientierung". Konkrete Absprachen zur Koordinierung aller Maßnahmen erfolgen monatlich in den jeweiligen Jahrgangsteams. 

 

 

3.   Strukturierung der Berufsorientierung

Eine zielgerichtete Berufsorientierung beginnt an der IGS "Grünthal" bereits in den Klassenstufen 5 und 6 und wird dann systematisch erweitert und bis zur Klasse 10 fortgeführt beziehungsweise ab Klasse 10 um den Schwerpunkt Studienorientierung erweitert.
 

3.1. Klassenstufen 5 und 6 - Sensibilisierung

Im Alter von 10-12 Jahren sind Kinder auf Grund ihrer natürlichen Neugier offen für viele Dinge. Diese Eigenschaft nutzen wir, um die Schüler in verschiedenen Fächern situationsabhängig indirekt mit den Ansprüchen, Herausforderungen und Chancen diverser Berufsbilder bekannt zu machen und ihr Interesse zu wecken. Eine besondere Aufgabe kommt dabei dem Werkunterricht zu, der im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Papier und Holz erheblich zur Schulung von handwerklichen Fähigkeiten beiträgt. Im Informatikunterricht lernen sie die Techniken der Informationsbeschaffung und –verarbeitung. Betriebsbesichtigungen, welche die Erfahrungswelt der Schüler dieser Altersstufe bereichern, tragen ebenfalls zur Berufsfrühorientierung bei.  In Klassenleiter- und Ganztagsstunden wird der Schwerpunkt auf die Entwicklung der Sozialkompetenzen gelegt. Hier stellen Schüler auch die Berufe ihrer Eltern vor, wobei sie ihre Kommunikation verbessern und gleichzeitig Interesse wecken. Außerdem besteht im Ganztagsbereich die Möglichkeit, durch die Teilnahme an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, zum Beispiel  den AG`s  Küchenzwerge,  Bücherwürmer, Welterbe und Gestalten mit Ton, interessenabhängig erste Praxiserfahrungen zu sammeln und damit auch etwas über die damit verbundenen Berufe zu erfahren.

 

3.2. Klassenstufe 7 – Information/ Potenzialanalyse

In dieser Klassenstufe beginnen an der IGS "Grünthal" sowohl die äußere Fachleistungsdifferenzierung als auch  der eigentliche Prozess der Berufsorientierung, der die Schüler in die Lage versetzt, ihr Tun und Handeln in diesem Zusammenhang zu reflektieren.
Um diesen Prozess langfristig begleiten und individuell dokumentieren zu können, erfolgt in Klassenleiterstunden  ab dem Beginn des Schuljahres die Arbeit mit geeigneten Arbeitsblättern des Berufswahlpasses (digital).  Dieser unterstützt jeden, sich seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu werden und dementsprechende Wege und Chancen, aber auch Entwicklungsschwerpunkte für die Zukunft abzuleiten. 
Im Unterricht Arbeit-Wirtschaft-Technik werden weitere, jetzt intensivierte  Einblicke in die Arbeitswelt vermittelt und gleichzeitig das Bewusstsein für notwendige Voraussetzungen sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in Bezug auf normgerechtes Sozialverhalten geweckt beziehungsweise geschärft.

In verschiedenen Wahlpflichtkursen, wie zum Beispiel  Hauswirtschaft und Klimadetektive,       stehen neben fachlichen Schwerpunkten auch wesentliche Kompetenzen wie Teamfähigkeit und praktische Erfahrungen  im Fokus. 
Der Kooperationspartner BBV Tribsees e.V. führt ab dem Schuljahr 2015 / 2016 für alle Schüler eine dreitägige Potenzialanalyse durch und wertet diese individuell aus. Die Ergebnisse werden auch in den Klassenleiterstunden sowie in Elterngesprächen thematisiert. Über die Teilnahme am Berufswahlparcours, der vom BIZ organisiert  wird, erfolgt eine Vertiefung zu den Stärken und Schwächen jedes Einzelnen.    
Über die Gelegenheit zur Teilnahme am JungsTag und Girls Day sowie gesonderte Angebote zur Genderspezifik an der Schule im Rahmen der Kompetenzwoche (in Planung) wird die Aufmerksamkeit auch auf solche Berufe gelenkt, die nicht unbedingt geschlechtstypisch sind. Auf diesem Wege wird eine Erweiterung der Entscheidungsmöglichkeiten für die spätere Berufswahl vorbereitet, die es in den darauffolgenden Jahren auszubauen gilt.

 

3.3. Klassenstufe 8 - Berufspläne entwickeln

Nachdem zuvor vor allem möglichst vielfältige Informationen zu verschiedensten Berufsfeldern und Entwicklungsvarianten gesammelt wurden, setzt nun eine Phase ein, in der sich die Berufspläne der Schüler konkreter ausrichten.
Jeder soll befähigt werden, in Abstimmung mit den selbst erkannten Stärken und Schwächen einen für sich passenden Weg zu planen und genauere Ziele ins Auge zu fassen. Dabei erfolgt Unterstützung sowohl durch den AWT-Unterricht, den Deutschunterricht (Schreiben von Bewerbungsunterlagen, für die allen Schülern im schuleigenen Hausaufgabenheft Muster zur Verfügung gestellt werden), durch verschiedene Angebote des Wahlpflichtunterrichtes - verwiesen sei beispielsweise auf "Erste Hilfe" , Hauswirtschaft oder den Unterricht im Tierpark Stralsund - als auch durch Projekttage , die zum Beispiel der Erkundung einzelner Betriebe dienen und durch die Klassenlehrer initiiert werden. Außerdem werden Hilfestellungen externer Partner selbstverständlich mit eingebunden. (siehe Kapitel 4) Alle Schüler besuchen das BIZ mehrmals im Schuljahr und nutzen die Unterstützungsmöglichkeiten der Einrichtung. Nicht zu vergessen seien die Angebote von JungsTag und Girls Day, die eine geschlechterspezifische Orientierung erneut unterstützen, sowie des Green Day, der Einblicke in diverse "grüne" Berufe vermittelt.  Erneut kommen auch im 8. Schuljahr geeignete Arbeitsblätter aus dem Berufswahlpass (digital) zum Einsatz, um Erkenntnisse und Prozesse zu dokumentieren.

Ziel des gesamten Prozesses ist ein zweiwöchiges Betriebspraktikum am Ende des Schuljahres, bei dem jede Schülerin und jeder Schüler erstmals die Möglichkeit hat, die Arbeitswelt persönlich kennenzulernen und die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auszuprobieren. Dazu sollte jeweils - natürlich auch mit Hilfe der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten- ein Betrieb bzw. eine Einrichtung gefunden werden, die den Interessen und gegenwärtigen Vorstellungen der Jungen und Mädchen entgegenkommt.
Auf diese Art und Weise kann dann jeder erkennen, ob die Anforderungen der Praxis mit den eigenen Erwartungen übereinstimmen oder ob eine Änderung der Zukunftsvorstellungen erforderlich ist. Dieser Erkenntnisprozess wird in Form eines Praktikumsberichtes festgehalten und dokumentiert,  für den schulintern einheitliche Vorgaben existieren und der dann als Grundlage für die weiter Gestaltung der Berufsorientierung in den darauffolgenden Schuljahren dienen wird.  Eine gründliche Auswertung erfolgt sowohl im AWT-Unterricht als auch in den Klassenleiterstunden.

Besondere Unterstützung erfahren bei uns Schüler, bei denen aufgrund individueller oder familiärer Probleme bzw. wegen eines Migrationshintergrundes und damit verbundener Sprachbarrieren die Gefahr besteht, dass sie eventuell keinen Schulabschluss erreichen könnten. Diese werden durch das Projekt der Berufseinstiegsbegleitung speziell betreut und individuell gefördert, wobei sie in den verschiedensten Bereichen wie Information, Informationsverarbeitung und zum Beispiel bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz begleitet werden. Auch während des Praktikums haben diese Schüler mit ihrem Berufseinstiegsbegleiter einen zusätzlichen Ansprechpartner, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

 

3.4. Klassenstufe 9 - Berufswünsche festigen

Aufbauend auf den  vorangegangenen Erfahrungen geht die Berufsorientierung nun in ihre entscheidende Phase. Zum regulären AWT-Unterricht und den obligatorischen Wahlpflichtkursen, unter anderem Hauswirtschaft und Darstellendes Spiel, kommt an unserer Schule das Wahlpflichtfach "Berufsorientierung" hinzu, an dem alle Schüler der 9. Klassenstufe ungeachtet ihrer individuellen Prognose bzw. Zukunftsvorstellungen teilnehmen. Dieser Unterricht wird vom jeweiligen Klassenlehrer, der seine Schüler bereits seit der 5. Klasse kennt und sie daher optimal beraten und begleiten kann, durchgeführt und vermittelt sowohl erste Grundlagenkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge im Allgemeinen und speziell in unserer Region als auch tiefgründige Informationen über weitere Berufsfelder, die bisher kaum bekannt gewesen und damit noch nicht in Betracht gezogen worden sind. Ein besonderes Augenmerk gilt der intensiven Auseinandersetzung mit den persönlichen Stärken und Schwächen eines jeden Schülers und den sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen, die in Bezug auf die individuelle Berufs- und Lebensplanung gezogen werden müssen. Passende Arbeitsblätter aus dem Berufswahlpass (digital) helfen hierbei. Darüber hinaus gilt es, jeden zu befähigen, sich die erforderlichen Berufswahlkompetenzen anzueignen, um zum Beispiel akkurate Bewerbungsunterlagen zu erstellen und auf die Anforderungen von Bewerbungsgesprächen und Einstellungstests angemessen vorbereitet zu sein.

Natürlich werden auch in diesem Schuljahr externe Angebote wie zum Beispiel die Berufsbörse im BIZ, JungsTag, Green Day und Girls Day genutzt.    
Alle diese Maßnahmen sollen das zweite Betriebspraktikum optimal vorbereiten, das im Januar stattfindet und wiederum zwei Wochen dauert.

In Auswertung der Erfahrungen aus dem ersten Praktikum suchen sich die Schüler entweder einen Platz, der ihre bisherigen Vorstellungen unterstützt und verfestigt oder der ihnen die Chance bietet, neue Entwicklungsmöglichkeit auszuloten. Um auch diesen Erfahrungsprozess sehr genau reflektieren zu können, erarbeitet jeder Schüler einen Praktikumsbericht, der jetzt  im Vergleich zur 8. Klasse eine Facharbeit ist und erneut schulintern einheitlichen Maßstäben gerecht werden muss. In diesem Zusammenhang erwerben alle gleichzeitig die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für eine solche Arbeit erforderlich sind und die sie im 10. Schuljahr im Rahmen der Prüfungen zur Mittleren Reife angewendet werden müssen.
Schüler, die am Programm der Berufseinstiegsbegleitung teilnehmen, konzentrieren sich im Verlauf der 9. Klasse mit der gegebenen Unterstützung auf die Vervollständigung ihrer Kenntnisse, so dass der Abschluss der Berufsreife möglichst sicher erlangt werden kann. Gleichzeitig erhalten sie bei der intensiven Suche nach einem Ausbildungsplatz und dem damit verbundenen Bewerbungsprozess jede Hilfe, die sie benötigen.        
Zusätzlich erhalten Schüler im 9. Schuljahr die Chance, über die Teilnahme an Projekttagen, die vom Arbeitskreis Schule / Wirtschaft organisiert werden, intensive Einblicke in die berufliche Praxis ausgewählter lokaler und regionaler Betriebe zu erlangen und sich dort selbst auszuprobieren. Dafür bekommen sie jeweils ein entsprechendes Zertifikat.
Abschluss des Schuljahres bildet bereits traditionell ein Projekttag im Juli, bei dem die Nordjobmesse in Rostock von allen Schülern besucht wird und die Möglichkeit besteht, vor Ort mit verschiedensten Ausbildungs-betrieben ins Gespräch zu kommen und sich über Wünsche, Vorstellungen, Erwartungen, aber auch Anforderungen auszutauschen.

 

3.5. Klassenstufe 10 - Entscheidungen treffen

Aufgrund der Tatsache, dass an der IGS "Grünthal"  verschiedene Schulabschlüsse erworben werden können, teilt sich auch die Berufsorientierung ab dem 10. Schuljahr in zwei Bereiche, obwohl die Klassen weiterhin heterogen zusammengesetzt sind, was bedeutet, dass M- und G-Schüler weiter gemeinsam in einer Klasse lernen.
                                                                                                                               Für alle, die die Mittlere Reife anstreben, geht es darum, eine endgültige Entscheidung bezüglich des weiteren Lebensweges zu treffen, das heißt, sich auf einen Beruf festzulegen und sich den entsprechenden Ausbildungsplatz zu suchen. Wer noch immer nicht sicher ist, kann über die Teilnahme am Berufsbildungstag der Beruflichen Schule bzw. an einzelnen Projekten, die vom Arbeitskreis Schule - Wirtschaft in verschiedensten Betrieben und Einrichtungen mit dem Ziel der Praxiserfahrung organisiert werden, zusätzliche Anregungen erhalten. Darüber hinaus findet eine intensive Zusammenarbeit mit dem BIZ statt, die sicherstellt, dass jeder Schüler tatsächlich den Anforderungen des Bewerbungsprozesses gewachsen ist und den Übergang von der Schule ins Berufsleben bewältigen kann.
Der Wahlpflichtunterricht wird in der bekannten Form mit den Schwerpunkten Hauswirtschaft und Klimadetektive weitergeführt.
                                                                                                                           Schüler mit Migrationshintergrund, die am Programm der Berufseinstiegsbegleitung teilnehmen,  erfahren in bewährter Weise Unterstützung, um ihren speziellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen und auch sie zu einem geeigneten Ausbildungsplatz zu führen. Schüler, deren Ziel die Erreichung der Fachhochschulreife bzw. der Hochschulreife ist, nehmen im 10. Schuljahr am Unterricht der Studienorientierung, gekoppelt mit Informatik, teil, bei dem es darum geht, die unterschiedlichsten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten kennenzulernen, sich mit den Anforderungen von Assessment-Centern vertraut zu machen und nötige Informationen darüber zu erlangen, wie man wissenschaftlich arbeitet und  wo man die  erforderliche Unterstützung im Zusammenhang mit dem Studium erhalten kann. In diesem Zusammenhang erstellen die Schüler eine Facharbeit zum Thema.  Auch hier wird in Form von Vorträgen, Einzelberatungen und Klassenterminen eng mit dem BIZ und der Fachhochschule Stralsund zusammengearbeitet.

 

3.6. Klassenstufen  11 und 12 - Intensive Vorbereitung auf das Berufsleben

In Klasse 11 besteht die Möglichkeit, das Fach Wirtschaft zu belegen, um tiefgründigere Einblicke in ökonomische  Zusammenhänge und Abläufe zu erlangen. Außerdem werden alle Schüler an diversen Projekttagen, die an der Fachhochschule Stralsund, der beruflichen Schule ecolea bzw. an den Universitäten und Fachhochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt werden, für Fragen des Studiums sensibilisiert und auf die unterschiedlichsten Karrieremöglichkeiten aufmerksam gemacht. 
Mit Unterstützung des BIZ werden Studierfähigkeitstests und studienfeldbezogene Testverfahren durchgeführt und durch einen Psychologen ausgewertet.  Desweiteren gibt es detaillierte  Informationen zu Bewerbungsfristen und den Vergabeverfahren an Hochschulen, Universitäten und ähnlichen Einrichtungen.                       
Darüber hinaus besteht für alle, die aus einem nichtakademischen Elternhaus kommen, die Chance, am Programm "Studienkompass" teilzunehmen und hier mit Workshops, Vorträgen und anderen Veranstaltungen eine optimale Vorbereitung auf ein Studium zu erhalten.
Auch in der Sekundarstufe II werden vom Arbeitskreis Schule / Wirtschaft organisierte Veranstaltungen und Projekttage intensiv genutzt.

 

 

3.7. Konzeptionelle Übersicht zur Berufsorientierung an der
        IGS "Grünthal" Stralsund

 

Klassen-stufen

Zeit

Inhalte

zuständig

5 / 6

ganzjährig

 

 

  • Werkunterricht: Papier- und Holzbearbeitung, Schulung der handwerklichen Fähigkeiten
  • Teilnahmemöglichkeit an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, um Einblick in diverse Berufsfelder und deren Anforderungen zu erlangen, z.B. AG "Küchenzwerge"

Fachlehrer

 

betreuende Lehrer

 

 

 

7

1. Halbjahr

1. Schulwoche

ganzjährig

ganzjährig

Oktober

Dezember

April

 

 

 

 

 

  • Potenzialanalyse
  • Kompetenzwoche mit Angeboten zur Genderspezifik
  • AWT-Unterricht
  • Wahlpflichtunterricht
  • JungsTag MV
  • Berufswahlparcours
  • Girls Day

 

 

 

 

 

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

AWT-Fachlehrer

Fachlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

 

8

ganzjährig

ganzjährig

1. Halbjahr

Oktober

November

April

Juni / Juli

 

 

 

 

 

 

  • AWT-Unterricht
  • Wahlpflichtunterricht
  • Bewerbungsschreiben
  • Auswahl der betreffenden Schüler zur Teilnahme an der Berufseinstiegsbegleitung
  • JungsTag MV
  • Green Day
  • Girls Day
  • 2 Wochen 1. Betriebspraktikum
  • Anfertigung eines Praktikumsberichtes

 

AWT-Fachlehrer

Fachlehrer

Deutschlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

Fachlehrer AWT

9

ganzjährig

ganzjährig

ganzjährig

ganzjährig

Oktober

Oktober

November

Januar

Februar

Februar/ März

April

Juli

nach Angebot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • AWT-Unterricht
  • Wahlpflichtunterricht
  • WPU "Berufsorientierung" (siehe Rahmenplan)
  • Teilnahme ausgewählter Schüler an der Berufseinstiegsbegleitung
  • Teilnahme an der Berufsbörse im BIZ
  • JungsTag MV
  • Green Day
  • 2 Wochen  2. Betriebspraktikum
  • Anfertigung einer Facharbeit in Auswertung des Betriebspraktikums
  • thematische Elternversammlung (eventuell im BIZ)
  • Girls Day
  • Projekttag : Teilnahme an der Nordjobmesse in Rostock
  • Besuch von Veranstaltungen im BIZ zu verschiedenen Berufen / Schwerpunkten
  • Projekttage in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule / Wirtschaft
     

AWT-Fachlehrer

Fachlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO

KBO, Klassenlehrer

Klassenlehrer

Klassenlehrer, BIZ

KBO, Klassenlehrer

KBO, Klassenlehrer

Klassenlehrer, BIZ

KBO

 

10

ganzjährig

ganzjährig

ganzjährig

ganzjährig

Oktober

November

 

 

Februar

nach Angebot

 

 

 

 

 

 

 

  • AWT-Unterricht
  • Wahlpflichtunterricht
  • Studienorientierung (für G-Schüler; siehe Rahmenplan)
  • Teilnahme ausgewählter Schüler an der Berufseinstiegsbegleitung
  • Teilnahme am Börsenspiel der Sparkasse
  • Bewerbungstraining
  • Green Day
  • Berufsbildungstag an der Beruflichen Schule Stralsund
  • Besuch der Hochschulmesse im BIZ
  • Besuch von Veranstaltungen im BIZ zu verschiedenen Berufen / Schwerpunkten
  • Projekttage in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule / Wirtschaft

AWT-Fachlehrer

Fachlehrer

Fachlehrer

KBO, Klassenlehrer

AWT-Fachlehrer

KBO, Klassenlehrer

KBO

KBO

Klassenlehrer, BIZ

Fachlehrer, BIZ

KBO

 

 

 

 

11 / 12

ganzjährig

ganzjährig

Oktober

November

November

 

November
Klasse 12

Januar

 

Februar 11

März

März  Klasse 11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Fachunterricht Wirtschaft
  • Teilnahme einzelner Schüler am Programm "Studienkompass"
  • Teilnahme am Börsenspiel der Sparkasse
  • Green Day
  • Veranstaltung zur Persönlichkeitsentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule / Wirtschaft
  • Informationsveranstaltung zu Vergabeverfahren und Bewerbungsfristen an Universitäten, Hochschulen u.ä.
  • Besuch von Informationsveranstaltungen an der FHS Stralsund, der Universität Rostock und der ecolea
  • Studierfähigkeitstest mit Auswertung
  • Besuch der Hochschulmesse im BIZ
  • thematische Elternversammlung zu Wegen nach dem Abitur

 

Fachlehrer

KBO

Fachlehrer Wirtschaft

KBO

KBO

 

Koordinator SEK II, BIZ

 

Koordinator SEK II, Tutoren

Tutoren, BIZ

Tutoren, BIZ

Tutoren, BIZ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.   Individuelle Unterstützungsmöglichkeiten

Um einer so großen Bandbreite von Schülern mit ihren individuellen Voraussetzungen und Wünschen, aber auch Problemen gerecht werden zu können, müssen auch die Unterstützungsmöglichkeiten individualisiert werden. Neben den Klassenlehrern und dem AWT-Fachlehrer steht in erster Linie der Sozialarbeiter unserer Schule für Fragen der Bewerbung und Berufswahl als Ansprechpartner zur Verfügung.        
Für Schüler, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen oder einen Migrationshintergrund haben, besteht in Zusammenarbeit mit externen Partnern die Möglichkeit, über die Teilnahme am Programm der Berufseinstiegsbegleitung das Erreichen eines Schulabschlusse abzusichern.  Im Bereich der Sekundarstufe II gibt es ein ähnliches Angebot für Schüler, deren Eltern nicht studiert haben. Der "Studienkompass" bietet vielfältige Informationen und Aktivitäten, die sichern sollen, dass auch für diese Schüler der Weg ins Studium offensteht.

 

 

5.   Zusammenarbeit mit externen Partnern

Bei der Umsetzung und fortlaufenden Weiterentwicklung des Berufsorientierungskonzeptes  der  IGS "Grünthal" ist eine Zusammenarbeit mit externen Partnern unerlässlich, die Fachwissen und unterschiedlichste Kompetenzen mit einbringen. An erster Stelle wäre hier das BIZ Stralsund zu erwähnen, das seit vielen Jahren ein verlässlicher Begleiter im Berufswahl- und Bewerbungsprozess ist und mit dem das gesamte Konzept zur Berufsorientierung stets abgestimmt wird.  Außerdem arbeiten wir eng und erfolgreich mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) und dem Berufsbildungsverein (BBV) Tribsees e.V.  im Bereich der Berufseinstiegsbegleitung zusammen. Große Unterstützung erfährt unsere Schule darüber hinaus vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, der immer wieder interessante und anspruchsvolle Praxistage organisiert.   
Desweiteren pflegen wir enge Kontakte mit dem Stralsunder Tierpark, dem DRK und dem Kulturhistorischen Museum.       
Auch die Kreishandwerkskammer bietet stets ihre Hilfe für alle Fragen, die im Zusammenhang mit handwerklichen Berufen stehen, an. Wir würden uns für die Zukunft über eine effektivere Unterstützung seitens der Industrie- und Handelskammer freuen.
Weiterhin arbeitet unsere Schule seit 2012 im Netzwerk 2 "Ganztägig lernen" Mecklenburg-Vorpommern mit, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Neues zu erproben.

 

Kooperationspartner

Kurzbeschreibung der Zusammenarbeit

Internationaler Bund e.V.
Carl-Heydemann-Ring 55
18435 Stralsund

Schulsozialarbeit

Umweltbüro Nord e.V.

Badenstraße 45

18439 Stralsund

Klimadetektive in der Schule
Bildung für nachhaltige Entwicklung

"Auf der Tenne" e.V.
Pankelower Weg 13a
18196 Dummersdorf

Modellprojekt "Mehr Männer in
Kitas"

Berufsbildungsverein Tribsees e.V.

Willi-Braun Straße 17

18465 Tribsees

Berufsfrühorientierung
Berufseinstiegsbegleitung

Sundwerbung Verlag & Werbung

Spoldershäger Weg 2

18314 Martenshagen

Durchführung von Projekten

Seniorenbeirat der Hansestadt Stralsund

Knieperdamm 28

18436 Stralsund

gemeinsame Projekte und
Veranstaltungen
gegenseitige Unterstützung

Lernen aktiv e.V.

Heinrich-Mann-Str. 2a

19053 Schwerin

Projekt "Jugend digital"

Ozeaneum Stralsund GmbH

Hafenstraße 11

18439 Stralsund

AG-Ozeaneum

Stralsund Museum

Mönchstraße 25-27

18439 Stralsund

Durchführung von Projekten

AG Kulturhistorisches Museum

HanseDom Stralsund GmbH

Grünhufer Bogen 18-20

18437 Stralsund

Projekte/ Berufsorientierung

SV Medizin Stralsund e.V.

Abteilung Tischtennis

Grabower Weg 40

18439 Stralsund

Kampagne "Tischtennis: Spiel mit!"

DLRG Stralsund

Sundpromenade 1

18435 Stralsund

Projekte/ AG

PSV e. V. Stralsund

Barther Str. 70a

18437 Stralsund

Projekte/ AG

Welterbemanagement Stralsund

Alter Markt

18439 Stralsund

Unesco-Projektarbeit

Zusammenarbeit mit Welterbe-AG

Förderverein der IGS Grünthal e.V.

Grünthal 12

18437 Stralsund

Unterstützung der Schule bei Projekten, Veranstaltungen und
im täglichen Schulbetrieb

Grundschule "Ferdinand von Schill"

Mühlgrabenstr. 6

18437 Stralsund

Projekte/ Zusammenarbeit

Sportjugend M-V

Wittenburger Str. 116

19059 Schwerin

"Gemeinsam Sport in Schule und
Verein"

Perform[d]ance e.V.

Frankenstraße 57

18439 Stralsund

 Tanzprojekte

Behindertenverband

VBRS M-V e. V.

Henrik-Ibsen-Str. 20

18106 Rostock

Projekte/ Zusammenarbeit

Bildungswerk der Wirtschaft MV e.V.
Graf-Schack-Allee 10

19053 Schwerin

Robotik
Create MV

Serviceagentur Ganztägig lernen MV

Am Melzer See 1

17192 Waren
 

Teilnahme am Netzwerk 2

 

6.   Zusammenarbeit mit den Eltern

Bildung und Erziehung können nur im Miteinander von Schule und Eltern gelingen. Daher beziehen wir von Anfang an die Eltern mit ein. In jedem Schuljahr bieten vier Elternsprechtage die Gelegenheit, immer wieder ins Gespräch zu kommen und Eltern auch in Fragen der Berufsorientierung zu beraten. Zudem wird das Berufsorientierungskonzept in Elternversammlungen vorgestellt, um ein besseres Verständnis für die verschiedenen Schwerpunkte zu vermitteln und die Bereitschaft zur Mitarbeit zu erhöhen. In allen Klassenstufen nutzen wir Angebote der Väter und Mütter, den Kindern etwas über ihre Berufe und ihre Arbeitsstätten oder Unternehmen zu erzählen.  Bei der Vorbereitung der beiden Betriebspraktika in den Jahrgängen 8 und 9 benötigen die Jungen und Mädchen den Rat und die Unterstützungsmöglichkeiten ihrer Eltern, um einen für sie geeigneten Platz zu finden. Letztendlich kann Schule die Bewerbungs- und Ausbildungs-platzsuche nur begleiten, die eigentliche Verantwortung dafür liegt bei den Erziehungsberechtigten, die in Elterngesprächen dahingehend beratend unterstützt werden.

 

 

7.   Evaluation und Qualitätssicherung

Die Evaluation und Qualitätssicherung der Berufsorientierungsangebote erfolgt an der IGS "Grünthal" durch regelmäßige Teamsitzungen aller an der Umsetzung des Konzeptes Beteiligten. Hier werden Erfolge, aber auch Vorkommnisse bzw. Negativerlebnisse reflektiert. Die Ergebnisse dieser Auswertungen fließen in die Planung neuer Maßnahmen und Veranstaltungen und damit in die Weiterentwicklung des gesamten Konzeptes ein. Auch die Meinungen der Schüler werden regelmäßig mit einbezogen.

Dies erfolgt sowohl in Gesprächen im jeweiligen Fachunterricht und in den Klassenleiterstunden als auch in schriftlicher Form. Als Beispiel wären der Praktikumsbericht und die Facharbeit zu nennen oder wenn Schüler nach der Teilnahme an speziellen Projekten ihre Eindrücke formulieren und ihre Ansicht zur Eignung dieser Veranstaltungen zum Ausdruck bringen (siehe Einschätzungsbogen im Anhang). Dies trägt zur Verbesserung der Reflexionsfähigkeit bei und bietet gleichzeitig die Grundlage für schulinterne Listen zu empfehlenswerten Praktikumsplätzen, die bei der gezielten Beratung der Schüler zum Einsatz kommen.  Darüber hinaus gibt es immer wieder intensive Absprachen der Schulleitung und der BO Verantwortlichen  mit der Agentur für Arbeit und den anderen externen Partnern über die Fortführung oder Überarbeitung bestehender Angebote. Auch die Wahrnehmung von aktuellen Fort- und Weiterbildungsangeboten durch den Kontaktlehrer für Berufsorientierung und die entsprechenden Kollegen unterstützt diesen Prozess.

 

 

8.   Ausblick

Das Konzept zur Berufsorientierung bedarf einer ständigen Anpassung an neue Gegebenheiten und Anforderungen. Daher sehen wir für die Zukunft eine Reihe von Schwerpunkten. Zum einen muss es uns gelingen, allen Schülern die Notwendigkeit von Praxiserfahrungen zu verdeutlichen und sie zur Wahl von solchen Praktikumsplätzen zu führen, die ihrer persönlichen Entwicklung wirklich dienlich sind. Desweiteren ist es wichtig, das Verständnis für die Bedeutung praxisorientierter Aufgabenstellungen in jedem Fachunterricht weiter auszubauen und die geschlechtssensiblen Aspekte der Berufsorientierung zu intensivieren. Dazu macht sich eine ständige Arbeit an der Abstimmung der schulinternen Rahmenpläne erforderlich. Erfolgreiche Maßnahmen sind zu verstetigen. Neue Akzente wie zum Beispiel ein Sozial- und Pflegetag sind sorgfältig zu planen und deren Erprobung evaluierend zu begleiten.

 

 

Stand: September 2015